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News - August 2009
Erste Hilfe Apotheke Check
Nützen Sie die Sommermonate, um Ihren Medikamentenschrank oder KfZ Verbandkasten auf den aktuellsten Stand zu bringen.
1. Kontrollieren Sie das Ablaufdatum aller Medikamente und Verbandstoffe.
2. Trennen Sie bereits geöffnete flüssig zubereitete Medikamente von original verschlossenen.
3. ordnen Sie Medikamente nach Indikation (Bsp. Schmerzmittel, Verdauung, ...), somit sind sie im Notfall griffbereit und sofort einsatzbereit!
4. vermeiden Sie Schmutz im Apothekerschrank! Täglich verwendete kosmetische Pflegeprodukte wie Zahnbürste & Co haben dort nichts verloren!
5. Medikamente sollen trocken und bei der richtigen Temperatur gelagert werden.
Falls Sie Fragen zur Befüllung und Handhabung einer Erste Hilfe Apotheke haben, zögern Sie nicht Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker aufzusuchen.
Weiteres Service für Privatpersonen oder Unternehmer unter www.apomobil.at!
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Schluss mit der Gelsenplage
Für den Menschen bieten insektenabwehrende Mittel, sogenannte Repellenzien oder Repellents, vorbeugend Schutz vor den unangenehmen Stichen. Bei der Wahl ihrer Opfer orientieren sie sich die Mücken vor allem am Geruch und an der Körperwärme. Mit Hilfe der Repellents wird der Körpergeruch nun so verändert, dass die Gelsen die Lust aufs Stechen verlieren.
Schon lange bekannt, aber erst kürzlich in den Medien: Schwangere werden vermehrt von Mücken gestochen!
Zur äusserlichen Anwendung werden folgende Repellenzien eingesetzt:
- Mittel, die ausschließlich ätherische Öle enthalten. Anwendung finden ätherische Öle insbesondere bei Kleinkindern und Schwangeren.
- DEET Diethyltoluamid: Ursprünglich zum Schutz der Soldaten der US-Armee konzipiert, hat sich das DEET mittlerweile zum Goldstandard der Repellentien entwickelt. Man schätzt, dass es weltweit jährlich etwa 200 Millionen Personen anwenden. DEET ist z.B. enthalten in Exopic®, Nobite Haut®, Anti Brumm forte®, Anti-Mückenmilch®.
- Vorsicht beim Umgang mit Handys: Grundsätzlich ist zu beachten, dass dieser Wirkstoff Kunststoffe (Armbanduhren, Brillen, Handys und andere Geräte mit Kunststoffgehäuse), Farben und Lacke angreift und damit beschädigen kann.
- Icaridin: auch als Picaridin, Bayrepel oder Hepidanin bekannt; Icaridin ist annähernd gleich gut wirksam wie DEET und greift Kunststoffe wenig an. Enthalten z.B. in Parazeet Gelsenschutz®, Autan family®, Autan active®, Autan Protection Plus®.
- Wegen unzureichender Erkenntnisse sollte man Icaridin nicht bei Kindern unter zwei Jahren anwenden.
- Basierend auf den Erkenntnissen aus Tierversuchen ist ein Gefahrenpotenzial während Schwangerschaft und Stillzeit nicht zu erwarten.
- EBAAP Die Substanz wirkt wesentlich kürzer als DEET. So hielt die Wirkung des IR3535-Präparats nur etwa ein Viertel der Zeit des DEET-Präparats an. Obwohl diese Substanz schon seit etwa 20 Jahren in Europa verwendet wird, liegen kaum Daten zu unerwünschten Wirkungen vor. EBAAP ist enthalten z.B. in Parazeet Gelsenschutz SENH®, Flystop®, Exopic Kids®, Hansaplast Anti-Insekten Lotion®.
- Bei Kindern wird die Anwendung erst nach Vollendung des ersten Lebensjahres empfohlen.
- Nach Angabe der Hersteller darf EBAAP in der Schwangerschaft verwendet werden.
An dieser Stelle sei ausdrücklich davor gewarnt, im Ausland angebotene Repellentien allzu sorglos zu applizieren, da sie häufig Wirk- und Zusatzstoffe enthalten, die in Österreich nicht zugelassen sind.
Tipps vom Apotheker:
- Als zusätzlichen Schutz kann man ein Repellent für die Haut und ein Insektizid zum Imprägnieren der Kleidung verwenden. Die Kleidung wird mit einer 2 - 4%-igen Permethrinlösung besprüht. Die Imprägnierung riecht nicht, färbt nicht und ist für Kinderkleidung ab dem 3.Lebensjahr geeignet. Auch Schwangere können diese Textilien tragen, nur sollten sie die Imprägnierung nicht selber vornehmen. Permethrin ist z.B. enthalten in: Nobite Kleidung®.
- Bitte beachten Sie, dass DEET und zum Teil EBAAP gewisse Kunststoffe auflösen können; sie sollten nur auf nicht-synthetischen Kleidern angewendet werden. EBAAP und DEET dringen gut in Baumwolle ein und wirken über längere Zeit unter kontinuierlicher Wirkstoffabgabe.
- Wenn Sie parallel ein Sonnenschutzmittel verwenden, sollten Sie das Repellent als letztes auftragen.
- Vermeiden Sie Produkte, auf denen die Wirkstoffe nicht angegeben sind.
- Bezeichnungen wie "bio", "Natur" oder "auf Naturbasis" im Namen alleine haben wenig Aussagekraft.
- Achten Sie auf Warnhinweise
- Inhaltsstoffe wie Dimethylphtalat (DMP) oder Diethyl-m-Toluamid (DEET) können die Haut reizen und zu Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen führen. Der Wirkstoff DEET wird über die Haut aufgenommen und teilweise im Fettgewebe abgelagert. Der längere Gebrauch kann zu Nervenstörungen, Schlaflosigkeit und Krämpfen führen.
- Bitte entscheiden Sie sich für umweltfreundliche Schädlingsbekämpfungsmittel wie z.B. Fliegenschutzgitter, Fliegenfänger oder Fliegenklatsche. Die sanfteste Abwehrmethode sind ätherische Öle (Lavendel, Melisse, Zeder, Pfefferminze, Zitrone, Eukalyptus, Anis, Nelken, Cajeput), die Insekten abhalten. Die Wirkungsdauer ist individuell unterschiedlich. Durch Baden oder Schwitzen reduziert sich die Wirkungsdauer erheblich. Erwarten Sie keine 100%ige Wirkung. Wenn Sie nur mehr 3 Gelsen statt 30 stechen, ist das auch schon ein Erfolg.
- Da auch diese ätherischen Öle die Haut reizen können, ist die richtige Anwendung von großer Bedeutung.
- Mischen Sie ätherische Öle mit einer Körperlotion oder einem Körperöl (Verhältnis 1:4)
- Säuglinge und Kleinkinder nicht mit ätherischen Ölen einreiben. Als Schutz genügen einige Tropfen auf Bettwäsche und Kleidung
- Einige Tropfen ätherisches Öl auf eine Glühbirne aufgetragen halten lästige Insekten fern
- Mit Essig, Zitronen oder Lavendelessenz gefüllte Gefäße aufstellen, Fenster schließen und Licht ausschalten
- Fliegengitter an Fenster und Türen anbringen
- Tragen Sie im Freien langärmelige, helle Kleidung
Blase und Nieren
Erkrankungen der Harnwege gehören bei vielen Patienten zu den Tabuthemen. Das führt dazu, dass die meisten Betroffenen versuchen, ihre Symptome selbst „in den Griff zu bekommen“ (oft durch die falsche Maßnahme des Nichttrinkens). Sie suchen den Arzt häufig erst dann auf, wenn die Symptomatik bereits bis zur Unerträglichkeit fortgeschritten ist.
Eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Erkrankungen der ableitenden Harnwege spielt die Durchspülungstherapie. Sie führt zu einer Förderung der Harnausscheidung und einer Verdünnung des Harns. Für die Durchspülungstherapie haben sich verschiedene Arzneipflanzen wie Birkenblätter, Brennesselblätter und Zinnkraut bewährt, wie sie beispielsweise in Sidroga Blasen- und Nierentee enthalten sind.
Pro Tag sollten mindestens 2 Liter Flüssigkeit eingenommen werden, besonders geeignet sind hierfür Teezubereitungen, da sie die ausreichende Flüssigkeitszufuhr erleichtern, ein Gefühl der Wohligkeit vermitteln und ihre Arzneikräuter beschwerdelindernd wirken.
Bewährt hat sich auch die Einnahme des Phyto 4 Life Produktes Nr. 9 „für die Harnwege“, dass die Blase zusätzlich stärkt.

Verhüten - aber richtig ...
Bereits in der Antike machte man sich Gedanken darüber, wie man ungewollte Schwangerschaften verhindern konnte. Spezielle Salben und Substanzen von Akazienblättern mit Honig bis zur wenig empfehlenswerten und hochgiftigen Bleisalbe zu Zeiten des Aristoteles trugen tatsächlich dazu bei, das Risiko einer Empfängnis zu senken. Die Mittel und Wege von damals muten heute natürlich höchst abenteuerlich an.
Welche Arten der Verhütung gibt es heute?
Es existieren mehrere effektive Methoden der Empfängnisverhütung, die sich in erster Linie durch ihre Wirkungsart, aber auch durch ihre Verträglichkeit und Zuverlässigkeit unterscheiden. Letztere wird im sogenannten Pearl-Index festgelegt, der angibt, wie oft statistisch gesehen bei 100 Frauen über den Zeitraum von einem Jahr hinweg trotz Anwendung eines bestimmten Verhütungsmittels eine ungewollte Schwangerschaft eintritt. Ein niedriger Pearl-Index steht also für eine hohe Zuverlässigkeit.
Hormonelle Verhütung.
Die Empfängnisprävention mit der Antibabypille kommt in westlichen Ländern am häufigsten zur Anwendung und gehört bei 3035 % aller Frauen zwischen dem 15. und 45. Lebensjahr praktisch zum Alltag. Speziell die Jüngeren bevorzugen dabei die sogenannte Mikropille, die eine geringere Hormonmenge als frühere Präparate enthält und somit besser vertragen wird.
Sie wirkt ebenso einfach wie effektiv. Die Mikropille enthält zwei Hormonarten (Östrogen und Gestagen). Diese verhindern einerseits das Freisetzen von Eizellen und beeinflussen andererseits die Schleimschicht am Gebärmuttereingang. Eine Barriere für die Samenzellen entsteht, und zudem wird der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut einschränkt, damit sich die Eizelle nicht einnisten kann.
Weitere Alternativen der hormonellen Verhütung mit ähnlicher Wirkungsweise sind z.B. die Minipille (nur 1 Hormon, muss jedoch zeitlich exakt eingenommen werden), der Vaginalring (wird selbst in Scheide eingesetzt und bleibt dort für 3 Wochen), das wöchentlich zu wechselnde Verhütungspflaster (Hormonaufnahme über die Haut), die 3-Monatsspritze, die Hormonspirale oder das Hormonimplantat.
Im Prinzip gibt es bei möglichen Wechselwirkungen nur eine Ursache, die richtig gefährlich werden kann: das Rauchen. Die Hormongabe hat nämlich eine erhöhte Gerinnungsneigung des Blutes zur Folge. In Kombination mit Nikotin, das zu einer zusätzlichen Gefäßverengung führt, steigt das Risiko eines Herzinfarktes um das 7- bis 9-Fache. Also Pille und Rauchen verträgt sich nicht!
Achtung: Bei einer längeren Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln können Vitamin- und Mikronährstoffverluste auftreten. Am besten, Sie informieren sich bereits vorab über mögliche Risiken bei Ihrer/Ihrem Frauenärztin/arzt oder in Ihrer Aeskulap Apotheke.
Und last but not least das altbewährte Kondom, das in seiner Geschichte eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht hat. Vom Stoffsack, über das Präservativ aus Tierdarm bis hin zum verlässlichen Hightech-Produkt unserer Zeit war es ein weiter Weg. Ob aus Naturkautschuk oder modernstem Kunststoff diese Hülle ist nach wie vor das einzige Verhütungsmittel, das uns auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützt.
Die Pille danach
Sollte, aus welchen Gründen auch immer, etwas mit der Verhütung schiefgegangen sein, besteht bis spätestens 72 Stunden nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr die Möglichkeit zu handeln. Am besten, man wendet innerhalb von 12 Stunden die sogenannte „Pille danach“ an. Wichtig: Es handelt sich dabei um keine Abtreibungspille, sondern um ein spezielles Hormonpräparat. Es verzögert bzw. verhindert den Eisprung und wirkt so einer ungewollten Schwangerschaft entgegen.
Unser Tipp: Verhütung auf Reisen
Damit die Verhütung auch während des Urlaubs und in fernen Ländern optimal klappt, sollte man einige wichtige Dinge beachten. Hormonelle Verhütungsmittel sind, wie andere Medikamente auch, hitzeempfindlich und sollten keinesfalls über 30 °C gelagert werden. Das Gleiche gilt übrigens ebenso für Kondome, die hohe Temperaturen gar nicht mögen.
Auch die Zeitverschiebung stellt bei der hormonellen Verhütung ein Problem dar. Bei der Minipille kann bereits eine Differenz von 3 Stunden ausschlaggebend sein. Um eine sichere Wirkung zu gewährleisten, am besten vor dem Abflug wie gewohnt einnehmen, nach 12 Stunden bereits die nächste und diesen Einnahmezeitpunkt dann beibehalten.
Vorsicht bei Erbrechen oder Durchfall auf der Reise und unbedingt die Interaktionen mit anderen Medikamenten beachten, damit Sie mit der „Pille“ auch unterwegs ganz sicher sind!
Ihre Apothekerinnen und Apotheker beraten Sie jederzeit gerne umfassend auch in diesem wichtigen Bereich, damit Sie einen richtig sorgenfreien Urlaub genießen können.
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